Starker Pokalauftritt gegen Verbandsligisten
Nach einem Freilos in der ersten Runde bekam die TSG Nattheim im WKBV-Pokal gleich ein echtes Hammerlos zugelost: Mit der SG Aulendorf gastierte ein ambitionierter Verbandsligist auf der Halde. Doch die Nattheimer hielten mutig dagegen und verlangten dem Favoriten bis zur letzten Kugel alles ab.
Die Startpaarung mit Jonas Burkhardt und Gerhard Schuller sorgte zunächst für einen gelungenen Auftakt. Burkhardt zeigte eine starke Leistung und gewann mit 570 : 518 Kegeln sowie 4:0 Sätzen souverän seinen Mannschaftspunkt zur frühen Führung. Im Parallelspiel bekam es Schuller mit einem starken Verbandsligakegler zu tun und musste sich trotz ordentlicher Leistung mit 537 : 597 Kegeln geschlagen geben.
Mit nur acht Kegeln Rückstand und ausgeglichenem Punktekonto blieb der Wettkampf damit völlig offen – ein Achtungserfolg für den Regionalligisten gegen den höherklassigen Gegner. In der Mittelpaarung gingen Kemal Özdemir und Dominik Wöger an den Start. Özdemir präsentierte sich in hervorragender Form, kontrollierte sein Duell und gewann mit starken 577 : 563 Kegeln sowie 3:1 Sätzen verdient seinen Mannschaftspunkt. Am Ende war er damit auch bester Nattheimer Spieler. Wöger hingegen fand nicht zu seinem gewohnten Rhythmus und zeigte sowohl in die Vollen als auch im Abräumen ungewohnte Unsicherheiten. Mit 475 : 563 Kegeln ging dieser Mannschaftspunkt an Aulendorf, wodurch der Rückstand auf 82 Kegel anwuchs.
In der Schlusspaarung versuchten Thomas Sladek und Pascal Fauth noch einmal, das Blatt zu wenden. Für Sladek war es ein ganz besonderer Tag: An seinem 50. Geburtstag machte er sich selbst das schönste Geschenk und gewann seinen Mannschaftspunkt mit 553 : 529 Kegeln. Parallel dazu erwischte der Aulendorfer Gegenspieler von Fauth jedoch einen Sahnetag und unterstrich mit der Tagesbestleistung von 608 Kegeln seine Verbandsliga-Qualität. Fauth hielt mit sehr guten 565 Kegeln lange dagegen, musste sich am Ende jedoch knapp geschlagen geben.
So stand es nach Mannschaftspunkten zwar ausgeglichen, doch durch die zwei Zusatzpunkte für das bessere Gesamtergebnis setzte sich die SG Aulendorf letztlich mit 5 : 3 Punkten knapp durch.
Trotz des Ausscheidens kann die TSG Nattheim stolz auf ihre Leistung sein. Gegen den höherklassigen Gegner lag zeitweise sogar eine kleine Sensation in der Luft, und nicht selten war eine gewisse Nervosität bei den Gästen zu spüren – ein Beweis für den starken Auftritt der Gastgeber.
