Dramatisches Topspiel mit starker Wende
Im Topspiel der Regionalliga Alb-Donau traf Tabellenführer TSG Nattheim auf den direkten Verfolger SC Hermaringen. Entsprechend hoch war die Spannung – und die Gäste erwischten den deutlich besseren Start. Die TSG wurde in der Startpaarung von starken Ergebnissen der Gäste regelrecht überrumpelt. Jonas Burkhardt verlor bei Satzgleichstand mit 545 : 572 seinen Mannschaftspunkt. Auch der frischgebackene 50-jährige Gerhard Schuller musste sich dem Tagesbesten mit 539 : 596 geschlagen geben. Schlechter hätte ein Heimspiel kaum beginnen können: 0:2 Mannschaftspunkte und bereits 84 Kegel Rückstand.
Doch das Mittelpaar mit Boro Herceg und Kemal Özdemir leitete die Wende ein. Özdemir startete furios und war zwischenzeitlich auf gutem 600er-Kurs. In der zweiten Hälfte lief die Kugel zwar nicht mehr ganz so locker aus der Hand, dennoch behielt er mit starken 580 : 520 Kegeln klar die Oberhand und machte wichtige Kegel im Gesamtergebnis gut. Ähnlich erging es Herceg: Auch er fand nicht konstant zu seinem Topspiel, gewann jedoch souverän mit 543 : 517 Kegeln seinen Mannschaftspunkt. Gemeinsam wandelten beide den Rückstand in einen hauchdünnen Vorsprung von zwei Kegeln – dramatischer hätte ein Spitzenspiel kaum verlaufen können.
In der Schlusspaarung entwickelte sich nochmals Hochspannung, doch Thomas Sladek und Pascal Fauth behielten in den entscheidenden Momenten die Oberhand. Bei Sladek hatte man zeitweise den Eindruck, er spiele mit seinem Gegner: Den ersten Satz überließ er ihm noch, ehe er im folgenden Durchgang klar zeigte, wer auf der Halde das Kommando führt. Dieses Wechselspiel wiederholte sich auch in der zweiten Hälfte, sodass Sladek bei Satzgleichstand mit 574 zu 557 Kegeln seinen Mannschaftspunkt sicherte.
Ähnlich spannend verlief das Duell von Pascal Fauth. Nach den ersten beiden Sätzen lag er noch mit 1,5 zu 0,5 Satzpunkten zurück, steigerte sich dann jedoch deutlich und setzte mit zwei starken Durchgängen ein klares Ausrufezeichen. Mit 576 zu 547 Kegeln und 2,5 zu 1,5 Satzpunkten gewann auch er seinen Mannschaftspunkt und machte damit den umkämpften Heimsieg perfekt.
Spannender hätte ein Wettkampf kaum gestaltet sein können. Entsprechend groß war die Erleichterung und der Jubel bei der TSG Nattheim – sogar aus den Kabinen waren die Freudengesänge noch deutlich zu hören.
