Auf dem Papier ging die TSG Nattheim als klarer Favorit in die Begegnung gegen den EKC Lonsee. Doch die Gäste präsentierten sich kämpferisch und machten es den Gastgebern lange Zeit schwer. Erst das starke Nattheimer Schlusspaar sorgte am Ende für den verdienten Heimsieg.
Den Auftakt bestritten Manuel Oberschmid und Gerhard Schuller, die ihrer Mannschaft einen optimalen Start bescherten. Oberschmid gewann souverän mit 526 : 501 Kegeln und 3:1 Satzpunkten. Schuller tat sich etwas schwerer, behielt aber mit 533 : 517 und 2,5:1,5 Sätzen ebenfalls die Oberhand. Mit zwei Mannschaftspunkten und 41 Kegeln Vorsprung ging die TSG in die Mittelpaarung.
Dort entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch. Kemal Özdemir (568) startete stark, doch sein Gegner konterte immer wieder. Am Ende entschied die bessere Gesamtkegelzahl über den Punktgewinn, wobei Özdemir mit acht Kegeln Rückstand knapp unterlag. Ähnlich verlief das Duell von Boro Herceg. Nach verhaltenem Beginn verlor er die ersten beiden Sätze, kämpfte sich jedoch zurück und gewann die folgenden Durchgänge. Für den Punkt reichte es dennoch nicht – mit 537 : 549 ging auch sein Mannschaftspunkt an Lonsee.
Damit war der Wettkampf wieder völlig offen und die Entscheidung musste im Schlusspaar fallen. Thomas Sladek und Pascal Fauth nahmen diese Herausforderung eindrucksvoll an. Sladek ließ seinem Gegner keine Chance und gewann mit 539 : 500 sowie 4:0 Sätzen klar. Fauth hatte überraschend leichtes Spiel, blieb konzentriert und setzte mit 568 : 466 Kegeln ein weiteres Ausrufezeichen.
Dank der geschlossenen Mannschaftsleistung im letzten Durchgang sicherte sich die TSG Nattheim ihrer Favoritenrolle entsprechend den 6:2-Erfolg und verteidigt die Tabellenführung in der Regionalliga Alb-Donau. Der sogenannte direkte Verfolger SC Hermaringen liegt bei noch vier ausstehenden Spielen bereits drei Wettkämpfe zurück – eine Situation, die man nur mit einem Kopfschütteln quittieren kann. Es ist schon ungewöhnlich, dass eine Mannschaft derart weit zurückliegt, während die Konkurrenz fast ihr gesamtes Programm absolviert hat. Ein fairer Wettkampf sieht anders aus, und man darf gespannt sein, wie Hermaringen diese organisatorische Hürde noch aufholen will.

