Nachdem der Klassenerhalt schon so gut wie sicher ist – die Anzahl der Abstiegsplätze in den WRV – Ligen hängt von dem Abschneiden der württembergischen Vertreter aus der Regionalliga ab – wollte man
dennoch in Ebersbach am Freitagabend gewinnen und trat mit einer schlagkräftigen Truppe an. Allerdings lief von Beginn an nicht viel zusammen und nach den ersten drei Kämpfen war der Kampf eigentlich schon entschieden. Ebersbach stand mit dem Rücken zu Wand und zauberte den erstmals eingesetzten polnischen Neuzugang aus dem Hut und trat mit der entsprechenden Einstellung im Abstiegskampf an. Dennoch bleibt die TSG auf dem 4. Tabellenplatz bei noch zwei ausstehenden Kampftagen.
57 G: Akif Sen kam mit dem Stil von Gheorghe Zaharia nicht zurecht und konnte diesen auch nicht in die Defensive drängen. Mit einer kraftvollen Kopfrolle ging der Ebersbacher Rouitiner dann sogar mit 4:0 in Führung und verteidigte diesen sehr defensiv, was nicht entsprechend geahndet wurde. Sen musste dann mehr riskieren und wurde erneut zur Punktniederlage ausgekontert. Hier hatte man eigentlich einen Sieg erwartet. (2:0, 6:0)
130 F: Von Tafil Buduri erwartete man ebenfalls einen klaren Sieg gegen Ali Sarioglu. Nach einer 2:0 Führung gab er unnötige Punkte ab und war dann voll aus dem Konzept. Bei riskanten Griffansätzen gab er zu viele und überhöhte Wertungen ab, so dass man am Ende sogar noch mit der 0:2 Punktniederlage zufrieden sein musste. Im Gesamtergebnis war dies aber viel zu wenig und bereits eine Vorentscheidung. (4:0, 18:11)
61 F: Cengiz Sen begann konzentriert gegen Jan Seidl. Mit Vorbeireissern ging er mit 4:0 in Führung, rang dann aber zu offen und wurde am Mattenrand mit einer Schleuder zum 4:4 Ausgleich überrascht. Danach konnte er dann zwar in Führung gehen, durch die angeordnete Aktivitätszeit lag der Ebersbacher dann aber beim 5:5 in Front. Sen konnte nicht mehr zulegen und musste so seinem Gegner, wie im Vorkampf, die Punkte überlassen.
(5:0, 5:5)
98 G: Andreas Wiedemann bestimmte von Beginn an den Kampf gegen den sperrig ringenden Alexander Ganssloser. Mit Take-downs und einem Ausheber lag er klar mit 8:0 in Führung und ließ sich auch nicht von einer Fehlentscheidung am Mattenrand beeinflussen. Mit einem Kopfhüftschwung gab der Nattheimer die richtige Antwort und wurde damit Schultersieger. (5:4, 4:12)
66A G: Bernhard Amann traf wie im Vorkampf auf Oliver Müller, der dann gleich mit einem Überwurf loslegte und dann die nächste Aktion in der Bodenlage zum Techniksieg nutzte. (9:4, 15:0)
86A F: Nach der Pause musste Julian Fauth gegen den erstmalig eingesetzten polnischen Neuzugang Piotr Gabrynowicz antreten. Der Nattheimer rang gut mit und lag zur Pause nur mit 0:1 wegen einer angeordneten Aktivitätszeit im Rückstand. In der zweiten Runde konnte der Nattheimer dann ausgleichen wurde aber sehr einseitig mit Aktivitätszeiten bestraft. Der Ebersbacher nutzte diesen Vorteil aus und kam zum 6:1 Punktsieg. (11:4, 6:1)
66B F: Um die Chance auf den Gesamtsieg zu wahren musste Martin Maurer nun seinen klaren Vorkampferfolges gegen Max Nutsch wiederholen. Mit ständigen Angriffen forderte er seinen Gegner und kam dann auch zu seinen Punkten. Beim Stand von 5:0 konnte Maurer dann einen Beinangriff nicht voll durchziehen und wurde eiskalt ausgekontert. Statt einem 9:0 Punktsieg und 3 Mannschaftspunkten stand am Ende nur ein Punkt zu Buche. (11:5, 4:5)
86B G: Aus taktischen Gründen startete Martin Rössler eine Gewichtsklasse tiefer gegen Valerie Povalaev und konnte mit kleinen Wertungen am Mattenrand sogar mit 2:0 in Führung gehen. Der Ebersbacher kam dann besser auf und sammelte seine Punkte durch Take-downs und Durchdreher zum 18:4 Punktsieg. Dennoch ein Achtungserfolg vom Nattheimer, der den Techniksieg beherzt verhinderte. (14:5, 18:4)
74A G: Jürgen Hartung wollte sich für die Vorkampfniederlage gegen Markus Ganssloser revanchieren. Im Standkampf dominierte der Nattheimer, wurde dann aber in der Bodenlage ausgekontert. Mit zwei kleinen Wertungen konnte er dann zum 2:2 ausgleichen. Bei einer Aktion verletzte sich der Nattheimer und musste den Kampf aufgeben. (18:5, 2:2)
74B F: Istvan Dencsik erwischte Ringertrainer Jörg Sänger eiskalt mit einer Beinzange und kam damit noch vor Ablauf der ersten Minute zum Schultersieg. (12:19, 3:18)
Am Samstag muss die TSG auswärts beim VfL Obereisesheim antreten. Mit einem Sieg wie im Vorkampf könnte der 4. Tabellenplatz gefestigt werden. Als Absteiger steht bereits der SC Korb fest.
|
Gewicht |
SV Ebersbach I |
|
TSG Nattheim I |
Punkte |
Gesamt |
Art |
|
57 G |
Gheorghe Zaharia |
– |
Akif Sen |
6:0 |
2:0 |
PN |
|
61 F |
Jan Seidl |
– |
Cengiz Sen |
5:5 |
1:0 |
PN |
|
66A G |
Oliver Müller |
– |
Bernhard Amann |
15:0 |
4:0 |
TÜN |
|
66B F |
Max Nutsch |
– |
Martin Maurer |
4:5 |
0:1 |
PN |
|
75A G |
Markus Ganssloser |
– |
Jürgen Hartung |
2:2 |
4:0 |
AN |
|
75B F |
Jörg Sänger |
– |
Istvan Dencsik |
0:4 |
0:4 |
SS |
|
86A G |
Valerie Povalaev |
– |
Martin Rössler |
18:4 |
3:0 |
PS |
|
86B F |
Poitr Gabrynowizc |
– |
Julian Fauth |
6:1 |
2:0 |
PN |
|
98 kg G |
Alexander Ganssloser |
– |
Andreas Wiedemann |
4:12 |
0:4 |
SS |
|
130 kg F |
Ali Sarioglu |
– |
Tafil Buduri |
18:11 |
2:0 |
PN |
|
Zuschauer: |
120 |
|
Gesamt: |
|
18:9 |
|
Bericht von Jürgen Trinkle




