Vor einigen Jahren nahm ein Projekt seinen Anfang, das unsere Fußballabteilung der TSG Nattheim über einen langen Zeitraum begleiten sollte. Damals setzten sich Tobi Hochholzner und der langjährige Abteilungsleiter Otmar Burr zusammen, um zu überlegen, wie die längst notwendige Erneuerung der Flutlichtanlage im „Tal“ umgesetzt werden könnte. Dass das alte Flutlicht und der zugehörige Verteilerbunker in die Jahre gekommen waren, technisch nicht mehr dem heutigen Standard entsprachen und qualitativ kaum noch einen sicheren Trainingsbetrieb ermöglichten, war schon lange bekannt. Immer wieder kam es zu Ausfällen, Trainingseinheiten mussten verlegt oder abgebrochen werden und eine zuverlässige Nutzung des Platzes war nicht mehr gewährleistet. Obwohl der Bedarf für eine Modernisierung über Jahre offensichtlich war, scheiterte die Umsetzung bisher an den finanziellen Möglichkeiten.
Mit der Zeit wuchs jedoch die Entschlossenheit, das Vorhaben endlich anzugehen, und es bildete sich ein engagiertes Team, das die Idee weiterverfolgte. Neben Tobias Hochholzner, der sich als Abteilungsleiter um die finanzielle Abwicklung, die Planung und die Abstimmung mit dem Hauptverein kümmerte, übernahm Jens Baamann die Projektleitung und damit die Koordination mit dem Anbieter Lumosa sowie die Bearbeitung der Förderanträge. Für die technische Vorbereitung und Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen fanden sich mit Michael Hett, Holger Reu, Eugen Rube, Denis Ignatev und Ralf Mayer wichtige Mitstreiter, die das Projekt vor Ort tatkräftig und mit viel Einsatzbereitschaft unterstützten.
Bereits früh stand fest, dass nicht einfach neue LED-Scheinwerfer auf die bestehenden Masten gesetzt werden konnten. Die moderne LED-Technik erfordert eine getrennte Ansteuerung der einzelnen Masten, was bedeutete, dass eine neue und zukunftssichere Verkabelung notwendig war. Da vom Verteilerbunker zu den Flutlichtmasten keine passenden Leerrohre vorhanden waren, musste zunächst die Infrastruktur komplett neu aufgebaut werden – und zwar möglichst so, dass der Trainingsbetrieb weiterlaufen konnte und durch die Maßnahmen nicht gestört wird.
Nach sorgfältiger Planung entschied man sich im Frühjahr 2024 dazu, einen Graben quer über den Trainingsplatz zu ziehen, um zunächst Leerrohre zu verlegen. Material wurde durch Norbert Hochholzner organisiert, die Baggerarbeiten koordinierte Michael Hett und mit Unterstützung von Holger Reu, Ralf Mayer, Eugen Rube, Denis Ignatev und weiteren Helfern konnte diese arbeitsintensive Maßnahme umgesetzt werden. Dabei wurde mit großer Rücksicht auf den laufenden Trainingsbetrieb gearbeitet, um den Platz möglichst wenig zu beschädigen. Nachdem der Boden sich naturgemäß noch setzte, wurde erneut aufgefüllt und eingesät. Heute ist die Stelle zwar noch leicht zu erkennen, beeinträchtigt jedoch den Trainingsbetrieb nicht mehr und wird spätestens in wenigen Jahren vollständig verschwunden sein.
Nach der Winterpause ging es mit dem nächsten großen Schritt Anfang 2025 weiter. Um die vier Flutlichtmasten miteinander zu verkabeln, sollte eine erneute großflächige Aufgrabung vermieden werden. Dank der Initiative von Ralf Mayer konnte ein Anbieter gefunden werden, der mit einer speziellen Fräsmaschine einen sehr schmalen Graben zog, in dem die Stromkabel ohne aufwendiges Baggern eingebracht werden konnten. Diese effiziente und bodenschonende Lösung funktionierte hervorragend und brachte das Projekt einen wichtigen Schritt voran.
Parallel dazu musste die Verbindung vom Sportplatz zum Verteilerbunker hergestellt werden. Auch hier wurden – mittlerweile in eingespielter Teamarbeit – ein Graben gezogen und anschließend eine Kernbohrung durchgeführt, um die Stromleitungen fachgerecht einführen zu können. Damit war die infrastrukturelle Grundlage geschaffen, um die neue Technik überhaupt anschließen zu können.
Bevor die LED-Scheinwerfer montiert werden konnten, wurde Anfang 2025 die Standsicherheit der Flutlichtmasten überprüft. Diese Prüfung verlief ohne Beanstandungen und sorgte für die notwendige Sicherheit in der weiteren Umsetzung. In diesem Zuge wurden auch zwei zusätzliche Scheinwerfer geprüft, welche den dunklen „Nebenplatz“ ausleuchten sollen. Nach der Installation brachte dieses Upgrade besonders im Trainingsalltag große Vorteile, da durch die hohe Platzbelastung unserer Jugend- und Aktiven-Mannschaften nun eine deutlich flexiblere und rasenschonendere Nutzung möglich ist.
Ein weiteres Anliegen war die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Verteilerbunkers. Dieser war optisch wie technisch weit von einem zeitgemäßen Zustand entfernt, weshalb ein neuer, fachgerechter Verteiler installiert wurde. Mit dem Abschluss dieser Arbeiten konnte nun endlich davon gesprochen werden, dass die gesamte elektrische Anlage im Tal auf einem sicheren und professionellen Stand ist.
Als die Firma Lumosa schließlich die neuen LED-Scheinwerfer montierte und das Tal erstmals im neuen Licht erstrahlte, war dies für alle Beteiligten ein besonderer Moment. Nach Monaten der Planung, körperlicher Arbeit, Organisation und unzähligen ehrenamtlichen Stunden stand das Ergebnis sichtbar vor Augen.
Dank der neuen LED-Technik können nun nicht nur etwa 58 Prozent Strom eingespart und der CO2-Ausstoß jährlich um rund 1,5 Tonnen reduziert werden. Die Anlage bietet zudem eine deutlich verbesserte Ausleuchtung, eine flexible Steuerung mit mehreren Stufen und eine zuverlässige Trainingsbeleuchtung. Ohne die finanzielle Unterstützung des WLSB und der ZUG wäre dieses Projekt in dieser Form nicht zu realisieren gewesen.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasimmissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu den konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher, ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.
Ebenso trugen die Unterstützung unserer Partner und die Einnahmen aus Vereinsveranstaltungen der vergangenen Jahre wesentlich zur Finanzierung bei. Besonders bedanken möchten wir uns bei der Firma Ernst Maier, welche uns die Bagger zur Verfügung stellten und somit die Umsetzung erst ermöglicht haben.
Das Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel möglich ist, wenn in der TSG viele Hände zusammenhelfen und gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Mit der neuen Flutlichtanlage wurde nicht nur ein dringendes Problem gelöst, sondern eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Abteilung und in die Nachhaltigkeit unseres Sports geschaffen. Der Trainingsbetrieb läuft inzwischen reibungslos, die Freude über die neuen Bedingungen ist groß und die Grundlage für viele erfolgreiche Jahre im Tal ist gelegt. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben.
TSG Nattheim – Abteilung Fußball








